12.01.2019

 

 Woran erkenne ich einen guten Ernährungsberater?

 

Tier und Mensch  -  das ist eine ganz besondere Beziehung.

Unser Hund oder unsere Katze begleiten uns tagtäglich, sie sind unsere Freunde, unsere Vertrauten – kurz: Familienmitglieder.

Da möchte man natürlich nur das Beste für sein Tier: das richtige Spielzeug, das kuscheligste Körbchen und das Beste Futter.

Viele Halter, die ihr Tier gesund ernähren wollen, stoßen über kurz oder lang auf den Begriff „B.a.r.f“, also biologisch artgerechte Rohfütterung.

 

Wer nun glaubt, dass unser Freund ab jetzt nur noch mit einem Stück Fleisch gefüttert wird, der irrt. B.a.r.f. ist einfach, aber mehr als nur Fleisch füttern.

Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Recherche, das Internet wird befragt, es werden Bücher gewälzt von denen man glaubt, es sind Fachbücher über das Thema.  So mancher verliert den Überblick. Es gibt massenhaft Informationen, aus denen der B.a.r.f willige das Essentielle herausfiltern muss, um sich damit einen Ernährungsplan für seinen Liebling zu erstellen.

 

Genau das lässt viele verzweifeln, insbesondere die Ernährung eines Welpen oder kranken Hundes/Katze stellt ganz besondere Herausforderungen dar. Was liegt da nicht näher, als dieses einen Profi erledigen zu lassen, also eine Ernährungsberatung für den Hund oder die Katze?


Befragt man dazu das Internet, so erhält man eine schier unglaubliche Auswahl an Ernährungsberatern, die ihre Leistungen zu unterschiedlichsten Preisen anbieten.

 

 

 

 

Woran aber erkenne ich einen guten Ernährungsberater?

Wie aber erkenne ich einen gute Ernährungsberatung  wird sich der Tierfreund jetzt fragen?

Die Antwort darauf ist nicht leicht, denn der Ernährungsberater ist kein geschützter Ausbildungsberuf. Das heißt, dass sich jeder Ernährungsberater nennen darf, egal ob er einen Wochenendkurs oder eine zeitlich umfangreiche Ausbildung gemacht hat, dies auch unabhängig von den vermittelten Inhalten.

Der Besitz eines bestimmten Zertifikates bedeutet nicht zwangsläufig gute Beratung. Selbst wenn eine qualitativ hochwertige Ausbildung absolviert wurde, besteht keine Garantie, dass man einen wirklich guten Plan inklusive Beratung bekommt.

 

Eine gute Ausbildung legt den Grundstock. Weitere Fortbildungen des Beraters sind zudem unumgänglich um das Wissen zu erweitern. Zudem ist es auch ein

wichtiges Indiz für Qualität, denn wer regelmäßig Zeit und Geld in solche Fortbildungen investiert, hat einen hohen Anspruch an sich selbst.

 

Mit etwas Selbstmotivation bekommt man aber einen guten Überblick darüber, wo die Ausbildung stattfand, welche Inhalte vermittelt wurden, welche Art von Zertifikat erlangt wurde und welche Qualität das Ganze hat. Auch ein guter Ruf bzw. die Empfehlung von anderen Tierbesitzern kann ein guter Anhaltspunkt sein, es sollte aber auf jeden Fall hinterfragt werden, warum genau dieser Ernährungsberater empfohlen

wurde und welche Leistungen konkret erbracht wurden.

 

Eine Ernährungsberatung, die einen Futterplan für gesunde Tiere erstellt, hat nicht zwingend die Eignung auch einen Futterplan für eine krankes Tier erstellen zu können.

 

Ganz wichtig ist der persönliche Kontakt im Vorfeld. Es sollte genau aufgeklärt werden, welche Leistungen erbracht werden, wie detailliert ist die Anamnese aufgenommen wird und wie ausführlich ist der Futterplan ist. Feinheiten wie die Benennung von Bezugsquellen, das konkrete Ausrechen des Fettgehaltes und ausgiebige Infos für den  B.a.r.f. - Start sind ein Zeichen dafür, dass die Ernährungsberatung sich ausgiebig mit dem Thema befasst hat.

Es ist auch ein Zeichen guter Kompetenz und Selbstreflektion,  wenn ein Fall an einen Kollegen abgegeben wird der in einem Bereich mehr Wissen hat. Hier hat jeder seine Themenschwerpunkte.

 

Ein vermeintlich günstiger Plan ist schnell geschrieben, wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht so umfassend, selbsterklärend und hilfreich sein, wie ein vermeintlich teurerer. Außerdem sollte man sich bei besonders günstigen Angeboten die Frage stellen, wie weit es damit möglich ist, sämtliche Abgaben wie z.B. Steuern zu bezahlen und dabei noch gewinnbringend zu arbeiten.

Denn auch wenn für viele Ernährungsberater ihre Tätigkeit Leidenschaft ist: Von Luft und Liebe kann keiner Leben. So hat nachhaltige und gewissenhafte Arbeit automatisch einfach ihren Preis.

Ebenso ist die Beratung in einem sogenannten Barfladen nicht zwangsläufig für bare Münze zu nehmen und zu reflektieren. Es bedarf keiner Vorkenntnisse so ein Geschäft zu eröffnen.

 

 

 

 

Fazit ist, dass man sich im Vorfeld informieren muss  und schlussendlich auch mit einer guten Portion Bauchgefühl entscheidet.

Foto "Fragezeigen":pixabay TeroVesalainen

Foto "Futternapf": Mit freundlicher Erlaubnis von Sandra Moses, www.instagram.com/barf-society/